Donnerstag, 26. Januar 2017

# TAG 18 Mülltonnen abbestellen? / Cancelling the garbage bins?

Während ich mich über ein müllfrei(er)es Leben informiert habe, bin ich auf das Thema Mülltonnen gestoßen.

Wir hatten, so wie es in unserem Landkreis gehandhabt wird, eine Restmülltonne (60 Ltr.), eine Biomülltonne (60 Ltr.) und eine Altpapiertonne (240 Ltr.). Die Tonnengrößen sind die kleinsten verfügbaren.
Die Restmülltonne war selten voll. Im Biomüll hingegen landeten viele Küchenabfälle, obwohl wir zwei Komposter im Garten haben (*räusper*). Die Altpapiertonne wurde auch gut genutzt. Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht (*räusper-hust*).

Und dann kam Bea Johnson und ihre fünf Prinzipien zur Müllvermeidung: 1) Verweigern/Ablehnen, 2) Reduzieren, 3) Wiederverwenden, 4) Recyclen, 5) Kompostieren.

Wer keinen Restmüll produziert, braucht keine Restmülltonne.
Wer einen Komposter hat, braucht keine Biomülltonne.
Da dies mein Ziel ist, habe ich mich bei unserem Abfallwirtschaftsbetrieb nach den Möglichkeiten erkundigt. Die Restmülltonne abzubestellen ist (bei uns) nicht möglich, da auf jedem anschlusspflichtigen Grundstück ein "Restmüllgefäß" vorhanden sein muss. Aber es war zumindest problemlos möglich, die Restmülltonne von der zweiwöchentlichen Leerung auf die vierwöchentliche Leerung umzustellen. Das spart nebenbei auch ein bisschen Geld ;-)
Ich werde in Zukunft genau darauf achten, was in der Restmülltonne landet und im Laufe der Zeit immer mehr versuchen diesen zu vermeiden.

Die Biotonne habe ich ganz abbestellt. Aus Prinzip. Es war manchmal (oder oft) auch einfach Bequemlichkeit, die Bioabfälle in den Biomülleimer zu geben, anstatt zum Komposter zu laufen... Daher habe ich diese Option nun gestrichen und bin auf das vermehrte Kompostieren gespannt.

Heute wurden die Änderungen vorgenommen. Die braune Biomülltonne wurde abgeholt. Und die schwarze Restmülltonne bekam einen roten Deckel, der die vierwöchentliche Leerung kennzeichnet.

Ich finde bei all dem auch interessant und spannend, was man so alles kennen lernt, auf seinem Weg zu weniger Sachen und weniger Müll. Menschen, Abläufe, Hintergründe.

:-)

Ganz viele Januargrüße
Doris

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EN While reading about a zero/less waste lifestyle the issue garbage bin came up as well.

We have, as common in our district, a garbage bin (60 ltr.), an organic waste bin (60 ltr.) and a waste paper bin (240 ltr.). The sizes of the bins being the smallest available.
The garbage bin was seldomly full whereas the organic waste bin was often being filled with much kitchen waste, even though we've got two composters in our garden (*well...*). Same with the waste paper bin which has been used a lot, too. I've never really thought about this (*cough*).

And then there is now Bea Johnson and her five principles to lead a waste-free living:1) Refuse, 2) Reduce, 3) Reuse, 4) Recycle, 5) Rot.

Living zero waste means that we wouldn't need a garbage bin.
Owning a composter means that wouldn't need an organic waste bin.
This being my goal I asked our authorities for possibilities of cancelling the bins. It's not possible to cancel the garbage bin (here) at all as every owner of an inhabited property is obligated to. Yet, it was possible to change the collecting frequency of the garbage bin from two weeks to four weeks. Saving some little money at the same time ;-)
In future I will pay more attention to any things that will be thrown into the bin, trying to avoid them, step by step.

The organic waste bin could be cancelled at all, so I did. As a matter of principle. It has sometimes (or often) been an act of laziness to put the kitchen waste into the organic waste bin instead of walking through the garden to the composters. Therefore I cut that option, and I'm excited about the rotting process.

Today they've changed the bins. The brownish organic waste bin was taken away. And the black garbage bin got a red lid which marks the four week collecting routine.

It's interesting and exciting to get to know processes, background and people, along the way to less stuff and zero/less waste.

:-)

January greetings
Doris

Liste / list:
# TAG 1: Buchempfehlungen / Book recommendations
# TAG 2: Aussortieren und "Ausmisten" / Decluttering
# TAG 3: Unverpackt einkaufen / Bulk buying
# TAG 4: Seifenigel und Wattestäbchen / "Soap hedgehog and Q-tips"
# TAG 5 Sachen loswerden bei Auktionshaus, Goldankauf und Sozialkaufhaus / Ditching stuff at auctioneer's, charity store etc.
# TAG 6 Hofladen-Lieferservice / Farm shop delivery Service
# TAG 7 Eine Woche und mehrere leere Regale / One week and several empty shelves
# TAG 8 Nicht viel & Küchenschrank / Not much & kitchen cupboard
# TAG 9 The Minimalists
# TAG 10 Kleine Schritte / Little steps
# TAG 11 Ablehnen, Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen, Kompostieren / Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot
# TAG 12 Regionales & Unverpacktes entdeckt / Discoveries of local & waste-free products
# TAG 16 Prozess des Ausmistens / Process of decluttering
# TAG 18 Mülltonnen abbestellen? / Cancelling the garbage bins?

Kommentare:

  1. Liebe Doris,
    ich gespannt in wie weit sich Dein Plan verwirklichen lässt. Ich möchte auch so wenig Müll wie möglich haben. Die Biotonne kann man bei uns übrigens nicht abbestellen, die ist hier Pflicht auch wenn man Komposter hast. Habe ich schon versucht.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Hallo Wolfgang,
      interessant, so unterschiedlich ist das überall :-)
      Viele schöne Grüße
      Doris

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  2. Super! Ich habe ja auch einen großen Garten und wir hatten noch nie eine Biomülltonne, dafür aber 2-3 so große grüne Kompostbehälter. Für den Küchenabfall würde ich dir sehr empfehlen so einen grünen Kompostbehälter mit Deckel zu kaufen auch wenn er aus Plastik ist. Bei einem offenen Behälter fütterst du Ratten an. Und man kann nicht alles kompostieren, aber da gibt es genug Seiten im Web darüber. Nach 10 Jahren Kompost durchsieben, weiß/sieht man dann was übrig bleibt.
    Weniger Altpapier bekommt man auch, wenn man sich die offizielle anerkannte "Keine Werbung" Plakette bestellt. Denn nur die wird von Post und Werbeverteilern respektiert.
    Ich finde es nach wie super was du machst. Hast du eigentlich noch Sachen im Haus? Ich habe immer noch Kisten von vor 13 Jahren herumstehen, als wir ins Haus eingezogen sind. Und habe sie auch immer wieder durchgesehen, aber da sind Sachen/Erinnerungen drin, von denen will ich mich derzeit noch nicht trennen, auch wenn sie verpackt in der Kiste sind. Naja, da bin ich anscheinend mental noch nicht so weit/bereit ;)
    LG Petra

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    1. Hallo Petra,
      ja, unsere beiden Komposter sind ebenfalls geschlossen mit Deckeln. Den Aufkleber "Keine Werbung" habe ich kürzlich ebenfalls angebracht. Bisher hatten wir das, aus verschiedenen Gründen, nicht gemacht, aber es gibt immer Lösungen, und nachdem eine gefunden wurde, habe ich gleich den Aufkleber befestigt. Bis jetzt funktioniert es ganz gut, auch ohne die offizielle Plakette.
      Und ja, ich habe noch Sachen im Haus :-) es stehen noch das ein oder andere Zimmer und der ein oder andere Schrank sowie Dachboden und Garage an. Man muss wirklich dazu bereit sein, innerlich, und dann tut es auch richtig gut.
      Liebe Grüße
      Doris

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  3. Wir hatten zuerst auch keine Biotonne,weil wir auch selber Kompostieren. Allerdings haben wir uns im September doch eine bestellt, da wir den ganzen Girsch und andere pilzbefallene Pflanzen nicht mit auf den Kompost tun wollten.

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    1. Hallo Else,
      danke für deinen Kommentar. Ich werde auch im Sommer, bei den Gartenarbeiten sehen müssen, wie es funktioniert. Wenn es gar nicht anders geht und keine alternativen Möglichkeiten gibt, würde ich sie wieder bestellen.
      Viele schöne Grüße
      Doris

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  4. Liebe Doris,
    wir haben nur eine 60-Liter-Restmülltonne mit 4-wöchiger Leerung. Öfter kommen die Müllmänner hier nicht. Biotonne haben wir bei der Einführung derselben gleich abbestellt, es wird selber kompostiert. Und die Papiertonne haben wir auch dankend abgelehnt, das bringt mein Mann im Vorbeifahren zum Sammelcontainer bei der Feuerwehr.
    LG Karen

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    1. Hallo Karen,
      danke für deinen Kommentar :-) Es ist interessant zu lesen, wie jeder es handhabt, und scheinbar ein Thema, das einige beschäftigt.
      Ganz viele Grüße
      Doris

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  5. Die Bestimmungen sind wirklich überall unterschiedlich. Wir haben jetzt leider wieder eine Biotonne obwohl ich die letzten Jahre gut ohne ausgekommen bin. Eine vierwöchentliche Leerung der Restmülltonne kenne ich auch nicht, aber man bekommt das Geld erstattet, wenn man die Tonne mal nicht zum Leeren hinstellt.
    LG Sigrun

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    1. Hallo Sigrun,
      wirklich interessant, wie unterschiedlich das von Ort zu Ort gehandhabt wird. Das mit dem Geld zurückerstatten, find ich gut.
      Viele schöne Grüße
      Doris

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  6. Liebe Doris,
    ich finde Deine Ansätze richtig, richtig gut. Auch die Konsequenz mit der Du ausmistest...da sollte ich mir ein Beispiel an Dir nehmen...aber es gibt so Vieles, dass für mich persönlich einen ganz besonderen Wert hat...Ich denke, da brauche ich noch Zeit...da bin ich noch nicht bereit mich davon zu trennen, wenn ich nur an all meine Bücher denke...die liebe ich!!!
    Was den Restmüll anbelangt, da haben wir eine gute Lösung gefunden. Bei uns ist das 120 l Gefäß das kleinste. In 2016 hatten wir 3 Leerungen. Das war in Ordnung. Das ereicht man aber nur, wenn man einmal konsequent sortiert und zum andern sehr überlegt einkauft. Richtig frische Ware vom Marktstand, ab Hof oder auch beim Bäcker lasse ich mir in mein Netz oder in eine Papiertüte packen...
    Die doppelt und dreifach verpackten sog. Konvenience-Produkte meide ich zu mindestens 98%.
    Du wolltest die Restmülltonne abbestellen, das ginge jetzt nicht und ich denke das ist auch gut so, denn: Wie entsorgst Du gebrauchte Tempos, Slipeinlagen, Pflaster u. ä. mehr oder weniger kosmetische Artikel? Was machst Du mit Speiseresten, verdorbenen Lebensmitteln (z.B. einem Stück schimmeligem Toast), der Wurstpelle, den Hühnerknochen, nicht verzehrbarer Käserinde u. ä.
    Wo gibst du Tomatenkraut mit Braunfäule oder Bohnenkraut mit starkem Befall von schwarzen Blattläusen hin?
    Der Komposthaufen wäre da die völlig falsche Wahl, denn Du würdest Dir Ratten ohne Ende anziehen (und schau Dir mal deren Population an, da wird Dir schlecht!). Die grüne Tonne wäre auch der falsche Weg, denn all diese Dinge gehören ohne Zweifel in die Restmülltonne! Wenn man krankes Material zur öffentlichen Entsorgung gibst, was leider, leider nur allzu häufig passiert, dann verschuldest man die Verbreitung dieser Krankheit mit! Bei uns hier im Ort war das ganz schlimm mit dem vom Buchsbaumzünsler befallenen Buchs. Jeder wollte ihn loshaben, aber nicht auf den eigenen Kompost (das wäre auch falsch gewesen!!!). Nein, die meisten Menschen stopften diese befallenen Pflanzenteile oder die ganzen Pflanzen in ihre grünen Tonnen!!!...oder sie brachten sie zur öffentlichen Grünschnittannahme, manche brachten sie sogar zu den Abfallbehältern auf unseren Friedhöfen...und dann wundert man sich, wenn man einer solchen Plage nicht mehr Herr wird!!! Auf unseren Friedhöfen gibt es nicht einen einzigen gesunden Buchs mehr!!!
    Das alles ist für mich Grund, mehr Öffentlichkeits-Arbeit, Aufklärungsarbeit in dieser Richtung zu betreiben. Die ganz klare Absicht kann nur sein, unverwertbaren Müll (die sog. thermische Verwertung schließe ich mit Absicht aus!)erst gar nicht entstehen zu lassen, und da haben wir noch einen weiten Weg vor uns!!!
    Ich wünsche Dir /Euch ein gutes Händchen bei der Müllvermeidung.
    Alles Liebe
    Heidi

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    1. Hallo Heidi,
      danke für deinen Kommentar! Ein kompletter Verzicht auf die Restmülltonne wäre für uns, aktuell und vermutlich dauerhaft, nicht möglich, da gebe ich dir in den Punkten, was man tatsächlich besser in die Tonne wirft (und nicht auf Kompost etc.) ganz Recht. Für mich ist es allerdings ein "Infragestellen", so etwa in der Art, dass ich mindestens so tun möchte, als hätte ich keine Restmülltonne :-) Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber es soll mir immer wieder bewusst machen, andere Wege bei der Müllvermeidung auf die lange Sicht einzuschlagen. 3 Leerungen im Jahr, das klingt, finde ich, richtig gut, wow. Siehst du, unsere Tonne ist bis oben hin voll, auch wegen der aktuellen Entrümpelungsaktion, bei der doch das ein oder andere kaputte Teil auftaucht, und ich bin froh, dass bald die Leerung ist. Soviel zum Thema :-)))))
      Ganz viele schöne Grüße
      Doris

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Danke für Deine Nachricht.

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