Freitag, 13. Januar 2017

# TAG 5 Sachen loswerden bei Auktionshaus, Goldankauf und Sozialkaufhaus / Ditching stuff at auctioneer's, charity store etc.

Heute war erneut ein Tag des Loslassens von Dingen.

Die Sachen für den Trödelladen (Gebrauchtwarenladen), die ich gestern aussortiert habe, habe ich heute weggebracht, ein ganzes Auto voll. Und anschließend ging es ein Stückchen weiter weg.

In einer der nächstgrößeren Städte im Umkreis haben wir an drei Stellen Station gemacht.

Mitunter spannend, was man durch das Ausmisten so alles erlebt und wo man überall hinkommt.

Erste Anlaufstelle war ein Münzen- und Briefmarkenauktionshaus. Ich hatte eine kleine Münzen- und Briefmarkensammlung, die nicht mehr gepflegt oder als Hobby betrieben wurde, daher wollte ich sie weitergeben. Viel ist bei diesen "Hobby-Sammlungen" nicht zu erwarten, aber das war auch nicht mein Hauptziel, sondern das Weggeben. Die Auktion, in der die Sammlung angeboten wird, findet erst in einem Jahr statt. Die Münzen werden vorher von einem Numismatiker bewertet, in einen Katalog aufgenommen und dann durch den Auktionator versteigert. So etwas haben wir noch nie mitgemacht, und auch wenn es nun noch ein Jahr dauert, ist es irgendwie spannend.

Als nächstes sind wir zu einem Gold- und Schmuckankaufladen gefahren. Dort habe ich Ende des Jahres schon einmal Schmuck, den ich nicht trage, hingebracht. Gold, Silber, Bernstein. Der Schmuck wird gewogen und man erhält ein preisliches Angebot, je nach Reinheitsstufe und Gewicht. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich Gold- und Silberketten etc. sowie Bernstein dabei. Das Ergebnis war für mich als Laien ganz erfreulich. Ich hatte keine Ahnung, was dafür zu bekommen ist, und habe mich vorher auch nicht informiert. Es ist sicher nicht verkehrt, wenn man das vorab tut ;-) Ich bin und war allerdings einfach froh, die Sachen nicht mehr selbst zu besitzen und habe bei all den auszusortierenden Sachen auch nicht die Zeit, mich intensiv mit jedem einzelnen zu beschäftigen.
Heute hatte ich silberne Serviettenringe dabei, die ich ebenfalls nicht verwende. Wir benötigen grundsätzlich keine. Das Ergebnis fiel diesmal ganz anders aus. Zunächst hat die Mitarbeiterin einen der Ringe anfeilen und einem Test unterziehen müssen (Säuretest?), um herauszufinden, um was es sich genau handelt. Die Ringe waren zwar versilbert aber quasi fast nichts wert. 2 Euro hätte ich dafür bekommen, und sie wären eingeschmolzen worden. Da habe ich sie lieber wieder mitgenommen, um sie beim Trödelladen abzugeben. Dort kann sie jemand anderes noch weiter verwenden, denn an sich sind sie ganz stilvoll und schlicht.

Als drittes waren wir in einem Sozialkaufhaus, das auch mit dem Begriff "Vintage" wirbt, und haben dort Original-70er-Jahre-Kleider abgegeben. Sie waren mir einfach zu schade für den Altkleidersack, und wurden auch gerne entgegen genommen. Die Stadt ist eine Studentenstadt und die Mitarbeiterin meinte gleich, die Kleider würden sicherlich bei den Studentinnen Anklang finden.

Das freut mich am meisten. Wenn die Sachen nicht nur "weg" sind, sondern wenn man auch das Gefühl hat, dass jemand anderes sich darüber freut und sie gut verwenden kann. Das ist es allerdings auch, was die Sache ziemlich anstrengend macht. Ich kann bzw. will kaum etwas wegschmeißen, das noch in Ordnung ist. Das widerstrebt mir innerlich. Umso bewusster wird mir immer wieder, wie viele einzelne Teile ich besitze bzw. besessen habe, und wie viel Mühe, Aufwand und Zeit es bedeutet, quasi jedes Teil so weiterzugeben, dass jemand anderes es wieder verwenden kann.

Es ist auch die beste Maßnahme und "Kur", die ich mir vorstellen kann, um zu verhindern, dass ich künftig Dinge kaufe, ohne mir es vorher gut zu überlegen. Denn all die Zeit, die ich nun verwende, könnte und möchte ich eigentlich anders verbringen. So wie Bea Johnson es über den minimalistischeren und müllfreieren Lebensstil sagt. "It offers a richer life: one based on experiences instead of stuff". (Er ermöglicht ein inhaltsvolleres Leben: eines, das auf Erlebnissen basiert, anstelle von Dingen). Das ist einer der Sätze, der mich sofort angesprochen hat, als ich ihn erstmals gehört habe und der mir immer wieder im Ohr klingt.

EN It's been another day of letting stuff go.
The things I had decluttered yesterday (one car load full of stuff) were taken to the thrift store.
Then we went to one of the bigger cities nearby to visit several places. It's been exciting to meet an auctioneer who will sell my coin and stamp collection by auction (however only in 2018). Until then a numismatist will estimate the value of the collection, it will be placed in a catalogue and sold by auction then. Never done this before. Even though it will take a whole year from now on, it's really quite exciting.
Next, we went to a shop that purchases jewelry such as gold, silver and amber. I've been there once, end of last year, when I successfully sold some of my necklaces and bracelets. Successful it seemed to me, who isn't an expert in this. My goal is to declutter. I don't have the time to take care of the estimated value of every single item. Today I showed them some silver napkin rings. In contrast to the jewlrey those weren't worth more than 2 € and would have been smelted. So I didnt' leave them there but will take them to the thrift store for anyone else to use.
After that, we went to a further, huge charity shop to leave some dresses (Seventies style) there. The lady that received the dresses supposed that they will certainly find some students' approval. This is my favorite. Not only decluttering and letting go but getting to understand or believe that someone else will appreciate and use these items on their own. I just can't throw them in the bin as long as they are still working. Yet, this is the reason why all of that is keeping me way busy, and it often kind of bothers me, too. Still I believe it is the best way to prevent myself from buying meaningless stuff. I could imagine and I would want to spend my time much different than by decluttering and organizing. It's like Bea Johnson says about the (more) minimalistic and waste free lifestyle: "It offers a richer life: one based on experiences instead of stuff." That's one of the sentences that affected me at once and that keeps repeating in my head.

Liste / list:

# TAG 1: Buchempfehlungen / Book recommendations
# TAG 2: Aussortieren und "Ausmisten" / Decluttering
# TAG 3: Unverpackt einkaufen / Bulk buying
# TAG 4: Seifenigel und Wattestäbchen / "Soap hedgehog and Q-tips"
# TAG 5 Sachen loswerden bei Auktionshaus, Goldankauf und Sozialkaufhaus / Ditching stuff at auctioneer's, charity store etc.

Kommentare:

  1. Hallo! Genau dazu habe ich letztes Jahr gebloggt und wie ich feststellen musste geht es vielen meiner Leser ebenso. Ich beschäftige
    mich schon seit vielen Jahren damit. Lg Debby

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    1. Hallo Debby, richtig, das ist wahrlich kein Thema, das man mal schnell "übers Wochenende" erledigt bekommt :-)
      Viele schöne Grüße!

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  2. Liebe Doris,
    ich bin tief beeindruckt von Deinem Tun, und dieser Satz von Bea Johnson, den sie über den minimalistischeren und müllfreieren Lebensstil sagte: "It offers a richer life: one based on experiences instead of stuff". (Er ermöglicht ein inhaltsvolleres Leben: eines, das auf Erlebnissen basiert, anstelle von Dingen), der wird mir jetzt ordentlich zu denken geben...
    Vielen Dank!
    ...und alles Liebe
    Heidi

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    1. Hallo Heidi, danke für deinen tollen Kommentar. Ich freue mich, dass dich Bea Johnsons Satz auch so sehr beeindruckt hat. Ich finde ihn so wahr.
      Ganz viele wunderbare Grüße
      Doris

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  3. Das habe ich noch alles vor mir. Du wirst mir ein Beispiel sein.
    LG
    Marle

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    1. Hallo Marle,
      danke :-) Das schaffst du. Geh einfach Schritt für Schritt.
      Ganz viele schöne Grüße
      Doris

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  4. Hallo Doris,
    genau so werde ich es machen. Schritt für Schritt und erst alles, was ich leichten Herzens los lasse. Und wenn ich dann einmal durch bin, geht's von vorne los.
    Herzliche Grüße
    Marle

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Danke für Deine Nachricht.

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