Sonntag, 10. Juli 2016

Gartengeburtstag (3 Jahre)

Vor drei Jahren im Juli 2013 haben wir angefangen, unseren Garten anzulegen. 

Begonnen hat alles mit einer lehmigen Wiese. Es musste eine Schicht Mutterboden aufgebracht werden und dann konnte es losgehen. Wir haben Schotterwege angelegt, Natursteinmäuerchen errichtet, Gemüsegarten erstellt, Gartenhaus und Gewächshaus aufgebaut, und zahlreiche Pflanzen eingesetzt. Stauden, Sträucher und Bäume. 

Happy birthday, garden.


Feuerbohne.


Lavendel.


Sonnenhut.


Clematis General Sikorski.


Clematis Rouge General.


"Strandeck".


Geranium "Rozanne".


Bei Abendlicht.


Echinacea.


Clematis Dr. Ruppel.


Clematis General Sikorski.


Gemüsegarten in der Abendsonne. Zucchini, Mais und Weinstock.


Ganz viele schöne Gartengrüße
Doris

Samstag, 4. Juni 2016

Strandeck vorher-nachher

Urlaub ist ja so ein Thema. Wie seht ihr das? 


Einfach mal rauskommen von zuhause, etwas Neues sehen, ferne Länder, andere Kulturen kennen lernen, Bauwerke besichtigen, am Strand spazieren gehen, Berge besteigen, Täler durchwandern... 

Ich hatte das Glück, dass ich in jüngeren Jahren viel von der Welt sehen durfte. Auf jeden Fall soviel, dass ich heute noch von den vielfältigen und abwechslungsreichen Erinnerungen zehre. Das ist einer der Gründe, warum es mich zurzeit nicht in die Ferne zieht. Und der andere Grund ist unser Garten. Als wir vor einigen Jahren gebaut haben, stand für mich fest, ab nun Urlaub im Garten. 

Mit einem klitzekleinen Problem, denn dazu musste aus dem Lehmacker erst einmal überhaupt ein Garten errichtet werden, - aber mittlerweile sind wir ja ganz gut dabei. Und so konnte dieses Frühjahr ein weiteres Projekt begonnen werden, das unseren Garten zum Urlaubsgarten macht, unser "Strandeck".


Zum Strandeck wurde ich inspiriert, da eines meiner Lieblingsreiseziele die Ostsee ist. Dort waren wir genau ein Mal, aber unser Urlaubsort (das ökologisch orientierte Stranddorf Augustenhof) hat mir so gut gefallen, dass ich davon etwas in den Garten bringen wollte. Ein paar Bilder aus diesem Urlaub habe ich hier auf dem Goldbuch-Blog verbastelt, wen es interessiert :-) 


Am meisten hat mir unser kleines Strandhaus mit vergrauter Lärchenholzverkleidung gefallen, der Weg über die Dünen und der Strand. Dieses Strandfeeling mag ich schon in Innenräumen und wollte es auch in den Garten transportieren. In Markus Gastls "Ideenbuch Nützlingshotels" habe ich weitere Elemente gefunden, die wir in den Garten einbauen wollten. Somit entstand dann die Idee vom Strandeck Stück für Stück während der Umsetzung.

Vorher: So sah Ende März 2016 die geschotterte Fläche auf der Westseite aus. Ganz ursprünglich hatte ich dort vor, einfach einen großen Tisch mit Bänken hinzustellen und es als Terrasse zu nutzen. 
So ganz hat mir dies zwischenzeitlich nicht mehr zugesagt, der sonnige Bereich hatte mehr Potential.


Für die besagte Steinpyramide (Unterschlupf für Tiere) wurde eine Schleife mit Steinen auf den Schotter gelegt. Um eine größere Rundung für den Sitzplatz zu erhalten musste das bestehende Sandsteinmäuerchen verändert und etwas Richtung Hang vergrößert werden.


Fertig: Runde Form mit Beeten, Steinpyramide, Sandarium und die Sandmäuerchen als Sonnenfalle für die Krabbler. Der Rundholzsichtschutz mit Guckloch wurde wie geplant abgebaut und leicht versetzt wieder neu aufgebaut. Hier wurden gerade die Platten für den Rundholzsichtschutz neu gelegt (links oben).


Heute, zwei Monate später: Alles ist (mega)grün.


Zusätzlich zu dem neuen Beet mit der Steinpyramide entstanden auch ein langes Beet am Holzsteg sowie ein weiteres halbrundes Beet vor dem Rundholzsichtschutz.


Feinheiten sind noch zu erledigen, dann ist der Bereich *fertig*. 


Um den Bereich farblich einheitlich zu gestalten, weil es am Meer auch nicht quietschbunt zu geht, habe ich mich für überwiegend weiße und gelbe Stauden entschieden.


Schiffsanlegestelle. Pfostenhülsen eingeschlagen. Auf 110 cm gekürzte Pfosten aus dem Baumarkt eingesetzt. Mit dem Bohrer Löcher gebohrt, Seil rein, fertig. 
Die Pfosten wollte ich noch mit hellgrauem Wachs färben. Oder lieber nicht? 



Bepflanzter Korb.


Eines der neuen Beete mit weißen und gelben Stauden sowie Gräsern und Ginster.
Von vielen Pflanzen, die man vielleicht eher in farbig kennt, gibt es auch eine weiße Variante, die oft den Anhang "Alba", "Album" trägt, was "weiß" auf Latein bedeutet.
Weißer Salbei, weiße Glockenblume, weißer Thymian, weißer Storchschnabel... so einiges Weiße habe ich beim Aussuchen der Pflanzen entdeckt. Gekauft habe ich die Stauden im Gartenmarkt und bei der Bamberger Staudengärtnerei Strobler.


Neben dem Rundholzsichtschutz führt ein Weg aus Sandsteinen den Hang hinunter.


Noch einmal das neue Beet an der "Schiffsanlegestelle" von oben. Die Stauden sind frisch eingesetzt und entfalten ihre Größe erst im Laufe der Zeit.
Der Koffer für die Abfahrt steht auch schon auf dem Steg bereit.


Die zitronengelbe Schafgarbe wächst an dieser Stelle schon länger und hat das ganze Beet erobert.



Ein paar kleine Gestaltungsideen sollen in unserem Strandeck noch nach und nach umgesetzt werden. Vor allem aber freue ich mich auf die Blüte der gelben und weißen Blüher. Auf die weißen pfirsichblättrigen und anderen Glockenblumen bin ich besonders gespannt. Was diese betrifft, so habe ich ja ein Feldexperiment damit vor. Somit hat die einfarbige Gestaltung im Strandeck auch noch einen anderen Hintergrund. Wenn die Glockenblumen blühen, werde ich mehr davon berichten.

Ganz viele schöne Gartengrüße
Doris

In Gedanken auch bei den vom Unwetter Betroffenen. Für die mittelfränkischen Gemeinden Obernzenn und Flachslanden wurden Spendenkonten errichtet: http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/inhalt/unwetter-elvira-spenden-aufruf-franken-100.html

Donnerstag, 26. Mai 2016

Kleine Gartengeschichten und bunte Blüher

Ich lese gerade im neu erschienenen "Gartenfotobuch" von Karen Meyer-Rebentisch, und versuche bei meinen Fotos den ein oder anderen verinnerlichten Tipp zu berücksichtigen. 

Vom Erleben des Gartens möchten Bilder erzählen, das kann ich unterstreichen. Kleine Geschichten für den Betrachter sozusagen. 
Als ich am Montag dieses Arrangement an der Terrasse entdeckt habe, ist mir gleich eine Mini-Gartengeschichte in den Sinn gekommen. 


Während es heute warm und sonnig bei über 20 Grad ist, war es am Montag regnerisch, windig und kühl. Da hängt man den Sonnenhut doch lieber an den sprichwörtlichen Nagel, und macht es sich mit einer Tasse Tee im Haus gemütlich.


Die Sommerblumen (Minipetunien/Zauberglöckchen) erwecken hingegen Vorfreude auf die vor uns liegende warme Saison und versprühen bunten Charme auch bei kaltem Wetter.


Könnt ihr das (anhand meiner Bilder) nachvollziehen? :-)

Noch eine kleine Gartenstory mit Bild. Meine Mamutschka sagt, eine Gärtnerregel lautet: Die Bohnen wollen die Glocken läuten hören. Ich könnte jedes Mal lachen bei dem Spruch. Aber man merkt ihn sich wirklich gut. Er soll bedeuten, dass die Bohnenkerne nur wenige Zentimeter tief gelegt werden sollen (Man kann sie die Nacht vorher in Wasser einweichen lassen.). 
Am heutigen Feiertag haben die Glocken schon ganz ordentlich geläutet und ich hoffe, jedes Böhnchen konnte sie auch hören.


Ganz sicher haben sie die Helmbohnen gehört, die vorgezogen waren und bereits an der frischen Luft wachsen.


Noch ist's braun in den Beeten und um die Bohnenstangen herum.


Unweit der Bohnen, am Eingang des Gemüsegartens kann man der Lupine auf Augenhöhe begegnen. Dazu gibt es jetzt keine spezielle Geschichte, aber ich habe bei diesem Bild besonders auf den Bildhintergrund geachtet wie ich im "Gartenfotobuch" den Tipp bekommen habe. Eigentlich achte ich da sonst auch drauf, aber es ist spannend, dies mal noch bewusster zu machen.


Ich muss noch viel üben. Eigentlich ist auf dem folgenden Bild ein Blatt im Weg (links Bildmitte), oder doch nicht? Immer auch Ansichtssache. Spannend.


Ein weiterer neuer Blüher am Staketenholzzaun ist der türkische Mohn (Papaver orientale).


Im Detail. Wunderschön. 
Richtig große tolle Blüten hat er.


Der Flieder möchte auch so gerne gezeigt werden. Seine Farbe hat sich von einem dunkleren Lila/Purpur in ein helleres Fliederfarben gewandelt, wie ausgewaschen vom Regen zu Wochenbeginn.



Und zum Schluss noch ein roter Hingucker: 
Diese Mohnpflanzen haben sich am Beet an der Terrasse selbst ausgesät. Ich habe keine Ahnung, wie sie da hingekommen sind, es muss über den Boden gewesen sein, den wir da letzten Frühjahr hineingegeben haben. 
Vor mehreren Wochen ist der Mohn vielfach aufgegangen und hat das ganze Beet bevölkert. Meine Mamutschka wieder (beste Gartenberaterin ever) machte mich darauf aufmerksam, denn ich hätte die frühen kleinen Pflanzen zu dem Zeitpunkt sicher noch nicht als Mohn identifiziert (und am Ende skrupellos gejätet).


Die Hummeln lieben den Mohn aber und da er so gerne da wachsen wollte, durfte er bleiben. Als die erste rote Blüte zaghaft aufging, war auch gleich eine kleine Bombus (Hummel) vor Ort und Stelle und hat von allen Seiten emsig versucht hineinzuklettern. So Mohnblüten müssen echt super für die Hummeln sein, sie sind ganz verrückt darauf. 


Das waren meine kleinen Gartengeschichten für heute.

Wünsche allen eine wunderbare (Garten)Zeit!

Viele sonnige Grüße
Doris

Dienstag, 24. Mai 2016

Regen im Garten

Unser Miniteich im Holzfass ist so aufgestellt, dass ich vom Haus aus sehen kann, wenn die Regentropfen hineinfallen.


Das Wollgras ist pudelnass.


10 Liter gab's seit gestern Abend. 


Ein richtiger Mairegen wäre wichtig, denn lang anhaltende Trockenheit sei um diese Zeit für die Natur überhaupt nicht gut, sagt unser fränkische Gartenexperte Jupp Schröder von Jupps Gartentipps.

Rankende Clematis Princess Diana an der Terrasse.


Klatschmohn klatschnass.



Allium.


Frauenmantel mit Nachbar Geranium.



Die gelbe schwarzäugige Susanne im weißen Topf am Gartenhaus habe ich vor dem Regen noch gepflanzt. Sie darf nun an den Seilen hinauf klettern. 


Diese Kohlmeise sucht im Regen am Schneeball (Viburnum opulus Roseum) nach Raupen.


Auf dem Weg nach oben: Wilder Wein.


Zitronengelbe Schafgarbe mit Fetthenne am Steg.




Viele wunderbare Gartengrüße!
Doris

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