Freitag, 3. Juli 2015

Unser Gewächshaus entsteht - Teil 1

Dass ein Gewächshaus unseren Gemüsegarten ergänzt, war für mich von Anfang an klar. Und die Gründe sind vielfältig. Im Frühjahr möchte ich dort meine Anzucht fortführen, im Sommer Gemüse wie Paprika und Kletterzucchini anbauen und im Herbst/Winter versuchen Feldsalat zu ernten. Da wir bisher noch keine Erfahrungen mit Gewächshäusern haben, ist es ein weiteres neues Gartenkapitel.

Wie bei den meisten Sachen, die im Garten umgesetzt werden sollen, schlage ich mir und somit automatisch meiner Familie viel Zeit damit um die Ohren. Vermutlich mindestens ein Jahr lang ist das zu bauende Gewächshaus immer wieder ein Thema gewesen. Kataloge wurden gewälzt, in Zeitschriften informiert, in Baumärkten wurden Objekte betrachtet, Herstellerhomepages angeschaut und auf Blogs nach Ideen gesucht. Mein Topp-Modell der Sorte "Klinker-Sockel", wie es beispielsweise auch schon in "Mein schöner Garten" im viktorianischen Stil war, schied schon allein aus Kostengründen ziemlich flott aus.

Verschiedene Faktoren, die wir beachtet haben wollten, grenzten die Suche ein:
- Größe: Auch wenn ich gerne ein größeres Gewächshaus gehabt hätte, passt an die vorgesehene Stelle im Gemüsegarten nur eines mit den Maßen von ca. 2,00 x 2,00 Meter.
- Glas/Doppelstegplatten: Definitiv Doppelstegplatten; da es am Gartenrand stehen soll, kann man dann nicht direkt durchschauen und so dient es auch noch nebenbei ein wenig als Sichtschutz. Glas könnte bei Hagel zerbrechen.
-Stärke der Doppelstegplatten: mind. 8 mm, besser 10 mm. Wir haben welche mit 4 mm oder 6 mm angeschaut, dies ist uns einfach zu wenig. Bei uns ist es recht windig und bei stürmischem Wetter schlecht geschützt. Ich habe im Internet gesehen, wie es bei jemandem die Platten bei einem Wind/Sturm rausgedrückt hat und sie im Garten verteilt wurden. Jeder zusätzliche Millimeter kann da hilfreich sein, denke ich.
- Tür: Bei den normalen Gewächshaus-Schiebetüren steht oben eine Schiene vom Dach ab. Das gefällt mir persönlich gar nicht. Daher wollte ich aus optischen Gründen lieber eine Schwenktür haben. Aber es kam dann besser.
- Fenster: Für Luftzug sollte gesorgt sein, damit im Sommer genügend Luftaustausch vorhanden ist. Daher wären vielleicht zwei Dachfenster bzw. zusätzliche Seitenfenster oder Lüftungsschlitze in den Seitenwänden nicht schlecht.
- Farbe: Aluminium, ganz klassisch.
- Eingang: Nach Norden.
- Standort: Im östlichen Bereich des Gemüsegartens am Rand in der Nähe des Gartenhauses, siehe Gartenplan von 2013. Dort wird es viel Sonne abbekommen, auch wenn die Sträucher und Bäume im Rest des Gartens hoch gewachsen sind.


Uns war zunächst unklar, an welchem Ort genau das Gewächshaus längs des Zaunes stehen sollte. Im März haben wir uns entschieden, zwei bereits vorhandene Sträucher, die Felsenbirne und die Sauerkirsche, nochmal weiter nach links zu setzen, um dort Platz für das Gewächshaus zu machen. Ehrlich gesagt, aus heutiger Sicht, tut das den Pflanzen gar nicht gut. Sie entwickeln sich schlecht, ich hoffe, im nächsten Jahr wendet sich das zum Guten und sie treiben frisch aus. Mit dem Standort des Gewächshauses dort bin ich allerdings sehr zufrieden.

Blick Ende Mai. Rechts vom linken Hochbeet wird das Gewächshaus stehen:


Nun, welches Modell sollte es nun werden?

Im Frühjahr entschieden wir uns schließlich für das Profigewächshaus Typ A von Hornbach. Es ist 1,64 x 2,36 Meter groß, mit 8 mm Stegplatten und mit Aluminiumprofilen.
- Es passt perfekt an die vorgesehene Stelle im Gemüsegarten, ohne dass die dort vorhandenen Holzeinrahmungen der Beete versetzt oder verkleinert werden müssen.
- Es besteht von der Frontansicht gesehen aus zwei Elementen/Teilen und von der Seitenansicht gesehen aus drei Elementen/Teilen.
- Es hat eine Traufhöhe von 1,75 Meter, so dass die vorgesehene Schiebetür, die eine Hälfte des Platzes einnimmt, komplett vor die zweite Hälfte geschoben werden kann, ohne dass irgendein Teil übersteht oder durch eine abstehende Schiene gehalten werden muss. Perfekt gelöst.
- Es hat ein Dachfenster, aber der Pluspunkt ist, so denke ich, dass man die Schiebetür immer einen Spalt oder mehr offen stehen lassen kann.
- Die Firsthöhe liegt bei 2,32 Meter, was auch sehr in Ordnung ist.
- Die 10 mm Stegplatten gab es erst bei den größeren Modellen. Dies war für mich lange ein Faktor, wo ich überlegt habe, ob wir es machen sollen. Aber die Platten machen einen guten und stabilen Eindruck.
- Die Größe ist etwas kleiner als von mir gewünscht ("2,00 x 2,00 Meter"). Die nächste Größe des Profigewächshauses wäre aber 2,36 x 2,36 Meter gewesen (1/3 Element mehr in der Frontansicht), das wäre zu breit für den vorgesehenen Ort. (Es wären dann 10 mm Stegplatten gewesen.)
Im Juni wurde es per Spedition an uns geliefert.

Kommentare:

  1. Macht einfach Spaß, wenn man ein neues Projekt planen kann!!! Ich bin schon sehr gespannt auf Euer Gewächshaus! Habt Ihr es schon aufgestellt? Ich vermute ja, denn Dein heutiger Post trägt ja die Anmerkung "Teil 1"!
    Viele Grüße von
    Margit

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  2. Liebe Doris, ich bin schon neugierig wie euer Gewächshaus aussieht!
    Ich überlege auch schon seit längerem, denn ich hätte auch gerne eins. Und den Platz dafür habe ich auch schon!
    Schönes Wochenende und herzliche Grüße
    Conny

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  3. Wir haben 2013 auch ein Gewächshaus "auf"gebaut, das war ja was.... Dafür haben wir ein sehr hochwertiges und großes von KGT gekauft und ich bin sehr damit zufrieden :-)

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Danke für Deine Nachricht.

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