Freitag, 6. Juni 2014

Budleja hat gekränkelt & woher man im Garten noch "Hilfe" erhält

Den Sommerflieder (Buddleja) haben wir letzten Herbst gepflanzt und im Winter gut mit Reisig abgedeckt, damit er nicht erfriere. Dieses Schicksal hat nämlich bereits einem anderen Sommerflieder vor ihm ereilt. Daher haben wir ihn in diesem Jahr gut eingepackt, aber der Winter war eh mild. Und so trieb er im Frühjahr wieder gut aus. Einen zweiten haben wir dann noch dieses Jahr gesetzt. 
Doch dann haben sich vor einiger Zeit bei beiden die Blätter gekräuselt. Vielleicht die Kräuselkrankheit. Am Anfang ist mir das gar nicht so aufgefallen (Anfänger). Als ich mir dann Gedanken darüber gemacht habe, habe ich als Erstes etwas gemacht, womit ich schon einmal gute Erfahrung mit gemacht habe. Bachblüten im Gießwasser (vier Tropfen auf eine Kanne). Gut, kann man davon halten, was man will. Die beiden Flieder bekommen nun kräftige und gesund aussehende Blätter an den frischen Trieben. Ich habe keine Ahnung, ob das als Mittel geholfen hat oder etwas anderes, oder ob die Pflanzen sich einfach so erholt haben, habe es auch nicht gegoogelt, und mich auch nicht über die Krankheit informiert. Ich hoffe, sie entwickeln sich weiter so gut, und irgendwann mal informiere ich mich genauer.
Eine weitere Beobachtung haben wir in der Hinsicht auch gemacht. Einige unserer bunten Schafgarben hatten Läuse. Eine Menge Läuse, die vor allem auf den Blütenknospen saßen und es sich dort gemütlich gemacht haben. Nach einiger Zeit saßen ein-zwei Marienkäfer auf den Pflanzen, und dann zählten wir eines Tages 14 Marienkäfer an derselben Pflanze. Die bunte Schafgarbe war schließlich läusefrei und beginnt nun zu blühen. Mittlerweile habe ich wieder ein paar Läuse dort entdeckt (wie auch an anderen Pflanzen), aber ich hoffe, die rot-schwarze Polizei kommt dort bald vorbei und sorgt für Ordnung. (Leider kooperieren die Ameisen mit den Läusen, und ich glaube beobachtet zu haben, wie eine Ameise boxringreif versucht hat einen Marienkäfer vom Blatt zu werfen? Spannende Geschichte.).


Kommentare:

  1. Hallo Doris,
    also - Buddleia ist absolut winterhart, wenn sie trocken steht. Sie auch sehr gesund, wenn sie trocken steht. Am Besten gedeiht sie in reinem Schotten an Bahndämmen. Für die Bahn ein echtes Problem, weil sie dort so wuchern …
    Das zeigt, was sie lieben: heiss und trocken - also für trockene, warme Füße sorgen (Schotter, Kies etc. unten rein) , vollsoniiger Standort und dann einfach wachsen lassen. Nur im ersten Jahr etwas gießen.
    Winterschutz fördert eher Pilze und Krankheiten. Schmetterlingssträucher verfaulen bei uns meist, weil der Boden zu feucht ist und das Wasser nicht richtig ablaufen kann. Erfrieren ist kein Thema (s. Bahndamm oben).
    Viel Freude am Schmetterlingsstrauch und viele Grüße von Renate

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    1. Interessant! Danke für die Erklärung! Bei uns steht tatsächlich ein weiterer Budleja nebenan auf einer geschotterten öffentlichen Fläche, bei dem ich mich schon gewundert habe, wie der dort so gut und freiwillig gedeiht. Das ist nun nachvollziehbar. Das mit dem Kies werde ich mal ausprobieren. Und beim nächsten Mal das Pflanzenportrait studieren, denn das hätte ich nun wirklich nicht gedacht, dass dieser schöne Strauch in solchen eher kargen Verhältnissen sich am Wohlsten fühlt (auch wenn das beste Beispiel (=natürlich gewachsen im Schotter) quasi vor unserer Haustür steht).

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  2. P.S. mit den Marienkäfern und Ameisen hast Du völlig recht - damit Marienkäfer und ihre Larven Läuse bekämpfen können, muss man dafür sorgen, dass die Ameisen nicht zu übermächtig werden.
    Die Läuse geben Honigtau ab und werden von den Ameisen gemolken und wie eine Herde verteidigt.
    Viele Grüße von Renate

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    1. Ja, das mit den Ameisen und den Läusen wusste ich schon, aber die Verteidigungshaltung der Ameisen war mir echt neu.

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Danke für Deine Nachricht.

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